Education and Health for poor children

Der Schulbau in Etappen

Der Schulbau in Etappen

Der Schulbau in Etappen

Die alte Schule

Schule und Internat für Waisenkinder:

Die Prashanthi English Medium School

2007 hörten wir von der Prashanthi English Medium School in Puttaparthi. Sie war in einem Privathaus untergebracht, das auch ein kleines Internat für Waisen und Straßenkinder beherbergte.

Alle Beteiligten leisteten einen enormen persönlichen Einsatz, aber die finanziellen Mittel fehlten – so sehr, dass bereits an der Verpflegung der Kinder gespart werden musste.

Wir ergriffen sofort die Initiative.

Die Vorgeschichte:

Eine Schule platzt aus allen Nähten

Bett an Bett im alten Schlafsaal

Bett an Bett im alten Schlafsaal

Radhakrishna Kadiyala hatte lange zuvor von Sathya Sai Baba den Rat erhalten, ein Hotel zu bauen. Nach seiner Errettung aus einer tödlichen Erkrankung beschloss er, 10 % seiner Einnahmen aus dem Hotel und sein Lehrergehalt für arme Kinder zu spenden. Aus diesem Seva ist die kleine Privatschule hervorgegangen. Getragen wurde die Schule von Radhakrishna und einem von ihm gegründeten gemeinnützigen Verein. Die Schule war im Elternhaus des Gründers und Hauptförderers eingerichtet worden und platzte bereits aus allen Nähten. Jeder Winkel des alten Gebäudes wurde genutzt: Unterrichtet wurde auch in den Fluren und der Küche. Die Internatsräume waren hell und sauber, aber spartanisch eingerichtet. Es lebten acht Jungen und vier Mädchen dort, die sich zwei kleine Schlafräume teilten.

Erste Hilfe greift sofort:

Spenden finanzieren den Schulbetrieb

Schulklasse mit Hindu-Lehrer

Der neue Hindi-“Lehrer”

Zunächst flossen unsere privaten Spenden in eine ausreichende Ernährung der Kinder und die laufenden Kosten für den Schulbetrieb. Wir kamen für die Tilgung der bestehenden Kreditraten auf und übernahmen die Gehälter für die qualifizierten Lehrer und die Kosten für Lehrmaterial. Für den Hindi-Unterricht, der im Bundesstaat Andrah Pradesh kein planmäßiges Schulfach ist, konnte der Nordinder Jainty Prasad eingestellt werden. Bei dem Nativspeaker lernen die Kinder spielerisch und mit viel Freude die Amtssprache Indiens. Die vegetarische Schulspeise ist nun einfach, aber schmackhaft und regelmäßig. Unsere Spenden schafften dem Schulleiter den Freiraum, um sich Gedanken um die Zukunft der Schule zu machen.

Unterricht in der alten Küche

Unterricht in der alten Küche

Frühjahr 2008:

Zuwachs im Internat

Im Frühjahr 2008 besuchten wir die Schule kurz vor den indischen Sommerferien. Es war Prüfungszeit. In allen Gängen und Zimmern, selbst in der Küche, saßen Schüler und Schülerinnen in Reihen hintereinander und bearbeiteten still und konzentriert ihre Prüfungsblätter.

Unser Erscheinen sorgte für etwas Unruhe, aber auch Fröhlichkeit. Zwei Jungen waren zu der Internatsgruppe hinzugekommen. In diesem Jahr wurden zu den Spenden der Reisegruppe auch Spenden unseres Vereins übermittelt.

Erste Baupläne:

Neues Land schafft neue Möglichkeiten

Intensiver Austausch mit dem Schulleiter

Schulleiter und Gertrud Perach besprechen die Baupläne

Wir hörten erstmals von den Plänen des Gründers, die Einrichtung zu verlagern und auszubauen: Auf einem unbebauten Grundstück außerhalb der Stadt, das ihm bereits gehörte, wollte er eine neue Schule bauen. Das Gelände sollte Platz bieten für ausreichend Unterrichtsräume, eine Spielfläche, einen kleinen Gemüsegarten und einen größeren Internatsbereich.

Sein Ziel war es, weitere Straßenkinder auch aus den umliegenden Dörfern und Städten aufzunehmen. Die bisherigen Räume in seinem Elternhaus in der Stadt plante er als Apartments umzubauen, um durch ihre Vermietung langfristig einen Teil der laufenden Kosten der Schule zu decken.

Rohbau und Fundament:

Die neue Schule nimmt Form an

Rohbau und Fundament

Rohbau und Fundament

Im Frühjahr 2009 besichtigten wir mit Radhakrishna das Baugelände. Wir fuhren über eine gute Straße durch den dörflichen Teil der Stadt in einen neu erschlossenen Bereich. In der Nähe des Grundstücks war die Hochzeitshalle der Stadt errichtet worden und es gab bereits eine Sanskritschule in der Nachbarschaft. Dazwischen lagen noch Felder und Brachland mit Sträuchern und duftenden Kräutern: eine schöne Umgebung für eine Schule.

Auf dem langgestreckten Grundstück stand bereits der Rohbau des kleinen Küchengebäudes sowie das Fundament für das Schulgebäude. Inzwischen war auch erfolgreich nach Wasser gebohrt und Pumpen waren installiert worden. Im angrenzenden Schulgarten wuchsen die ersten frisch gepflanzten Bäume und Sträucher.

Guruji ist immer dabei

Radhakrishnas Traum:

Guruji als Manager und Bauherr

Nachdem die ersten Grundmauern der neuen Schule standen, träumte Radhakrishna von Guruji. Er selbst hatte Ihn zu Lebzeiten nicht kennen gelernt, hatte aber seit kurzem ein Gurumantra von Frau Perach erhalten. Jetzt erschien Guruji ihm so deutlich im Traum, dass Radhakrishna nach dem Aufwachen meinte, Ihm selbst persönlich begegnet zu sein. Der Traum machte ihm deutlich, wie sehr Guruji dieses Projekt lenkt und leitet. Er schreibt:

Gestern Nacht hatte ich einen Traum. In diesem Traum stand Guruji in der Mitte, Gertrud Perach und ich standen neben Guruji. Bei uns waren noch Angelika und Gertruds Enkelin in der Reihe dahinter, und dann folgten uns noch ein paar andere Leute. Alle waren auf dem Grundstück, wo wir das neue Heim für die Kinder bauen. Nachdem wir herumgegangen waren, begann Guruji Mantren zu rezitieren. Er ging über das ganze Grundstück und segnete es. Ich konnte die Mantren aber nicht verstehen, die Guruji sprach.

Guruji segnet die Arbeit

Das einzige Mantra, das ich hörte, war: “Om Namo Bhagavate Vasudevaya”. Danach sagte Er mir, ich solle einige Änderungen an der umgebenden Mauer und dem Eingang vornehmen lassen.

Zum Schluss bat ich Guruji: “Guruji, gib mir bitte genug Kraft, damit ich all die Arbeit tun kann, und segne alle.” Guruji gab Seinen Segen und sagte, dass alles gut werde und Er die ganze Zeit bei uns sein werde und dass sich Gertrud um die Schule kümmern werde. Was brauche ich sonst noch?

Ich bin sehr, sehr glücklich, dass Guruji an diesen Ort gekommen ist und die Mantras rezitiert hat. Es bedeutet, dass Guruji bei uns ist. Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich darüber!”

Nach diesem Erlebnis ließ Radhakrishna alle Änderungen so durchführen, wie Guruji es ihm im Traum gesagt hatte. Dieses Beispiel zeigt, dass Guruji auch heute noch an unseren Projekten als “Bauherr” und “Manager” beteiligt ist und alles führt, was in Seinem Namen von Seinen Anhängern in die Tat umgesetzt wird.

37-Lakshmi

Die Kuh Laxmi

Die Küche wird zum Kuhstall:

Der erste Bewohner zieht ein

Im Oktober mussten die Bauarbeiten eingestellt werden, weil das Geld für die notwendigen Baumaterialien ausgegangen war. Gertrud Perach flog nach Indien und weitere Spendengelder flossen: Der Effekt war beeindruckend. Nach zwei Tagen lagen Haufen von Sand und Berge von Stahl in dem von einer Mauer eingefriedeten Gelände. Die Arbeiter waren emsig am Werk.

Danach liefen die Arbeiten planmäßig. Radhakrishna schickte uns Fotos vom Fortschritt des Baus: Das Küchengebäude beherbergte inzwischen vorübergehend  die Kuh Lakshmi, deren Milch die Mahlzeiten der Kinder in der alten Schule ergänzte.

Feuerzeremonie zur Einweihung:

Die Schule ist bezugsfertig

Die neue Schule

Das neue Schulgbäude

Im Frühjahr 2010 waren die Gebäude im Wesentlichen funktionsfähig. Im Obergeschoss gab es zwei große, luftige Schlafräume, je einen für Jungen und Mädchen. Nebenan lagen die Schlafräume der Lehrer, die auch hier wohnen würden. Die sanitären Einrichtungen waren für indische Verhältnisse sehr luxuriös ausgestattet. Im Untergeschoss waren die Schulräume untergebracht. Auch sie waren hell und freundlich und boten genug Platz für die sieben Schulklassen.

Nach indischer Sitte wurden wir eingeladen, an der Feuerzeremonie zur Einweihung der Schule teilzunehmen, um den Segen Gottes für diese Einrichtung zu erbitten.

Alltag in der neuen Schule:

Zufrieden geht das erste Schulhalbjahr zu Ende

Im Oktober 2010 strahlte das Schulgebäude mit einem blauen und weißen Anstrich. Die Kuh Lakshmi  wohnte mit ihrem Jungen Parshuram im eigenen Stall. Nebenan war das Küchengebäude mit einer einfachen aber funktionalen Großküche ausgestattet worden.

Blick auf das blaue Schulgebäude umrahmt von Bäumen und Sträucher

Die blaue Schule

Wir besichtigten die geräumigen Klassenräume, in denen die Kinder nach Altersgruppen getrennt unterrichtet werden. Für den Medienunterricht gibt es einen Computerraum mit zwei PCs, für den wir noch fünf Laptops mitgebracht hatten. Alle Räume des Schul- und Internatsgebäudes sind hell und sauber und wirken großzügig. Der Schulbetrieb scheint reibungslos zu laufen.

Die Zahl der Internatskinder war inzwischen auf 30 angewachsen. Sie wirkten ausgeglichen und fröhlich. In ihre neuen Räume im Obergeschoss stürtmen sie über eine breite, weiße Treppe: Im rechten Gebäudeteil hatten die Jungen genug Freiraum zum Toben. Der linke Gebäudebereich bot ausreichend Entfaltungsfläche für die Mädchen.

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Berichte vom Schulbau:

Hintergrund:


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